Anwalt für Schmerzensgeld: Mit rechtlicher Unterstützung zur Schadensersatzzahlung

Anwalt für Schmerzensgeld: Bundesweit kümmern sich unter 370 einfach nur 370 Ärztinnen und Ärzte täglich um die schweren und weniger schweren Leiden ihrer Patienten. Eine beachtliche Zahl, die aber im Vergleich zu 688 Millionen ambulanten Behandlungsfällen im Jahr 2021 erschreckend klein erscheint.

Unabhängig davon, wie vorsichtig ein Verkehrsteilnehmer ist, lässt sich zum Beispiel ein Verkehrsunfall mit dem Fahrrad, Auto oder Motorrad unter Umständen nicht einfach vermeiden.

Sind gar Knochenbrüche, Platzwunden oder organisch gewachsene Verletzungen die Folge, kann nur eine kompetente medizinische Versorgung die akuten Qualen erst einmal lindern.

Eine verspätete Genugtuung bietet im Nachhinein ein berechtigtes Schmerzensgeld. Ohne Anwalt ist es jedoch schwer, Ihre Rechte im Zweifelsfall durchzusetzen.

Erfahren Sie hier, wann Sie die Hilfe einer Anwaltskanzlei benötigen, um erfolgreich Schmerzensgeld einzuklagen.

Schmerzen beim Euro messen – immaterieller Schaden

Auf den ersten Blick erscheint es paradox, eine so spezifische körperliche Empfindung wie Schmerzen in Geld zu messen. Doch genau dieses unmögliche Unterfangen gewährt das im Zivilrecht verankerte Schmerzensgeld scheinbar.

Die gesetzliche Regelung zum Schmerzensgeld, auch immaterielles Schmerzensgeld genannt, findet sich in § 253 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Dort ist festgelegt, dass eine Beeinträchtigung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung mit einer angemessenen Entschädigung in Geld abgegolten werden soll.

Ob Nasenbeinbruch, Tinnitus oder Mobbing – mit einem Anwalt kann sogar Schmerzensgeld für verschiedene körperliche und psychische Verletzungen geltend gemacht werden. Auch in Arzthaftungsfällen, die das Medizinrecht betreffen, können Anwälte helfen, eine Entschädigung für einen ärztlichen Kunstfehler zu bekommen.

Aber bedarf es wirklich immer einer Gerichtsverhandlung, um eine billige Entschädigung für eine Art Unfall oder ähnliches auch durchzusetzen? Muss immer eine Anwaltskanzlei für Schmerzensgeld hinzugezogen werden?

Vertretungszwang durch eine Anwaltskanzlei vor den deutschen Gerichten

Um die Frage nach der Notwendigkeit einer Anwaltskanzlei für eine Schmerzensgeldklage zu klären, ist es zunächst sinnvoll, die wesentlichen Regelungen zu erfahren, die mit einer anwaltlichen Vertretung vor deutschen Gerichten verbunden sind.

Soll z.B. Schadensersatz für einen durch eine Schlägerei erlittenen Zahnverlust geltend gemacht werden, kann dies im Zivilprozess geschehen.

Die strafrechtliche Ahndung des Tatbestandes der Schlägerei erfolgt dabei unabhängig von der zivilrechtlichen Aufgabe vor einem Strafgericht. In der Regel wird hier nie ein und derselbe Jurist tätig sein.

Je nach Streitwert, d.h. dem Schmerzensgeld, ist entweder das Amtsgericht oder das Landgericht zuständig.

Die Amtsgerichte entscheiden alle Streitigkeiten mit einem Streitwert bis 5.000 Euro. Beträge darüber müssen vom Landgericht angehört werden.

Im ersteren Fall ist es nun möglich, ohne Anwalt auf Schmerzensgeld zu klagen. Vor § 78 ZPO war es jedoch bei einer Klage vor dem Landgericht in der Regel erforderlich, dass der Kläger eine Anwaltskanzlei für Schadensersatz- und Schmerzensgeldangelegenheiten einschaltet.

Mit oder ohne Anwalt: So kann Schmerzensgeld eingefordert werden

Grundsätzlich hat der Geschädigte immer die Wahl, ob er sein Schmerzensgeld mit oder ohne Anwalt einfordern möchte. Unter Umständen ist es nicht einmal unbedingt notwendig, vor Gericht zu gehen, denn ein Geschädigter hat auch die Möglichkeit, außergerichtlich über die Versicherung des Schädigers eine Zahlung zu erwirken.

Allerdings sind nicht fast alle Versicherungsunternehmen kooperativ, so dass eine Klage eingereicht werden sollte. Wenn dies vor dem Amtsgericht entsprechend der geforderten Summe geschieht, kann der Geschädigte auf einen Rechtsbeistand verzichten. Da es sich beim Schmerzensgeld jedoch um eine komplizierte Angelegenheit handelt, ist es in jedem Fall ratsam, einen Anwalt zu kontaktieren und sich über die Schadenshöhe und die Höhe des Schmerzensgeldes zu informieren.

Die Kosten für den Anwalt trägt im Übrigen im Falle eines Urteils der Schädiger und nur der Kläger.