Wann ist Schmerzensgeld möglich? Entschädigungs-ABC immaterieller Schäden

Wann ist Schmerzensgeld möglich? Er ist der körpereigene Bote des Unheils, der ein bevorstehendes oder vielleicht schon erlittenes Übel ankündigt: die Qual. Ob stechend oder unterschwellig dumpf pochend, Schmerz ist ein äußerst unangenehmer körperlicher Reiz, der in der Regel selten willkommen ist.

Oft durchdringt er jeden Bereich des Alltags, der vom Betroffenen nicht mehr ungehindert bewältigt werden kann. Denn neben der Einschränkung der Beweglichkeit kann sie zusätzlich die Konzentration erheblich beeinträchtigen.

Dies sorgt dafür, dass selbst körperlich anstrengende Tätigkeiten bald nicht mehr möglich sind. Diese Beeinträchtigung des gesamten Wohlbefindens und der Lebensfreude wird zu einer erheblichen Belastung und der Reiz brennt sich nicht selten fest in das Schmerzgedächtnis ein.

Geld kann solche körperlich-emotionalen Widrigkeiten bei weitem nicht lindern, doch manchmal dient es dazu, unnötigen Ballast von den Schultern des Schmerzgeplagten zu nehmen und eine Entschädigung für die Qualen zu bieten.

Hier kommt das zivilrechtliche Schmerzensgeld ins Spiel. Im Gegensatz zum Schadensersatz, der an einen materiellen Mangel anknüpft, berücksichtigt es auch immaterielle Probleme. Doch wann ist ein Schmerzensgeld in Deutschland einklagbar? Kennen Sie die Grundlagen für Aussagen und welcher Personenkreis kann diese Auszahlung gerichtlich oder außergerichtlich geltend machen?

Der folgende Leitfaden fasst einige der Verletzungsgründe zusammen, die ein Schmerzensgeld bewirken können. Aufgrund der Vielfalt der seelischen und körperlichen Schmerzen erhebt diese Übersicht jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll sie anhand einiger Beispiele eine gezielte Einführung in die Nischenmaterie liefern und einen exemplarischen Schreibtisch des Schmerzensgeldes in gesammelter Form aufzeigen.

Schmerz als Einnahmequelle?

Aus Schmerzen Geld zu machen – das ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern verfehlt auch das rechtliche Interesse, das hinter dieser Art von Schmerzensgeld steht. Denn auch wenn man Schadensersatz und Schmerzensgeld nicht zu einer solchen kontinuierlichen Geschäftsstrategie raten mag, sind deren Zahlungsschlüsselworte an feste Bedingungen geknüpft. Hinzu kommt, dass zwar in der Regel ein bestimmter Zweck verfolgt werden soll, dieser aber mit einer Bereicherung des Opfers wenig zu tun hat.

Auch wenn es sich um eine finanzielle Angelegenheit handelt, erfüllt die Geldsumme eher eine subjektive, ideelle Funktion als eine rein monetäre. Entschädigung und Genugtuung für die beeinträchtigte Gesundheit stünden im Vordergrund.

Wann Schmerzensgeld gezahlt wird, unterliegt zunächst den strengen Regelungen, die das Zivilrecht mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) hierfür bereithält.

Definition des Schmerzensgeldes nach dem Gesetz

In den meisten Fällen werden Schadensersatz und Schmerzensgeld in einem Atemzug genannt, und auch wenn es sich dabei nicht um Synonyme handelt, besteht eine enge Beziehung zwischen diesen beiden Anspruchsarten.

Es handelt sich wirklich in jedem Gerichtsfall um eine Schuldromanze, die einen Einstandspflichtgen hat. Eine besondere Form des Schadensersatzes ist das Schmerzensgeld.

Die gesetzliche Grundlage dafür, wann Schmerzensgeld geleistet werden kann und worum es dabei geht, findet sich in § 253 BGB, der Vorschrift über den immateriellen Schaden.

In diesem Paragraphen werden immaterielle Schäden benannt, die durch zahlreiche Arten von Verletzungen entstehen können. Es handelt sich dabei immer um immaterielle Schäden, d.h. um Schäden, die in die subjektive Sphäre des geschädigten Sondergeschehens eingreifen. Der § 253 BGB umfasst Beeinträchtigungen des

  1. Körper
  2. Gesundheit
  3. Freiheit
  4. sexuellen Selbstbestimmung

Ausgangspunkt für diesen Anspruch ist in der Regel ein Unfall, der nicht nur Schadensersatz, sondern auch Schmerzensgeld zur Folge hat. Der Vorgenannte ersetzt Informationsverluste, z.B. eine demolierte Stoßstange bei einem Kfz-Unfall oder zerrissene Kleidung bei einer Schlägerei. Der Wertverlust lässt sich anhand der objektiven Gegebenheiten relativ leicht ermitteln.

Die zweite Art des Schadensersatzes bezieht sich hingegen auf Beeinträchtigungen der nicht-öffentlichen Sphäre. Dies können Verletzungen der Physis oder der Psyche sein, die bei der Entschädigungszahlung berücksichtigt werden.

Zusätzlich zu rein körperlichen Unfallverletzungen kann eine Entschädigung für Angstzustände, Beeinträchtigungen der Lust an der Persönlichkeit oder Existenzstörungen gezahlt werden.

Wenn sowohl ein vermögensrechtlicher als auch ein nicht vermögensrechtlicher Schaden vorliegt, wie z.B. bei einem Motorradunfall, bei dem das Auto oder der LKW beschädigt wurde und das Opfer Wunden erlitt, beeinflussen sich beide Ansprüche nicht gegenseitig. Wenn die Gesamtsumme der Schäden gering ist, sagt dies nichts über das Volumen des Schmerzensgeldes aus.

Gemeinsam ist allen Schadensereignissen, dass der Täter vorsätzlich, grob oder zumindest mit erheblicher Fahrlässigkeit gegenüber dem Geschädigten gehandelt hat, um einen Schadensersatzanspruch zu begründen.

Damit ist sichergestellt, dass nur immaterielle Schäden, die durch einen anderen verursacht wurden, eine Zahlungspflicht nach § 253 BGB auslösen können. Wird jemand verletzt, weil er z.B. betrunken die Treppe hinunterfällt, hat er keinen Anspruch auf Schmerzensgeld.

In diesem Fall kommt nur die private Unfallversicherung in Frage. Im Folgenden können die Leistungsansprüche aber auch an bestimmte Bedingungen geknüpft sein, die in den Stichworten und Bedingungen festgelegt sind.

Eine Ausnahme von der Regel des Drittverschuldens ist die Gefährdungshaftung. Hier ist der haftpflichtige Sonderfall in die Haftung zu nehmen, auch wenn ihn kein Verschulden trifft, weil er durch sein Handeln typischerweise eine Gefahr für seine Umwelt auslöst. Diese Haftungserweiterung gilt insbesondere für Kfz- und Hundehalter.

Höhe des Schmerzensgeldes – Wonach richtet sich die Höhe des Schmerzensgeldes?

Die Höhe des Schmerzensgeldes ist ein entscheidender Aspekt für die Frage, wann ein Schmerzensgeld in Betracht kommt. Letztlich ist die Geltendmachung mit diesem Anspruch in der Regel mit einem konkreten Vergleichsversuch für den Geschädigten verbunden.

Soll das Schmerzensgeld eingeklagt werden, kostet dies Nerven und Zeit, was gerade für psychisch Erkrankte eine große Herausforderung darstellt. Daher spielt die Höhe dieser Art der Entschädigung eine keineswegs unbedeutende Rolle und kann oft entscheidend dafür sein, ob man seine Rechte überhaupt durchsetzen kann, mit oder ohne Anwalt.

Ein Blick in den Gesetzestext des BGB schafft hier zunächst wenig Klarheit. Anstatt eine Berechnungsgrundlage für das Schmerzensgeld zu benennen, hat sich der Gesetzgeber mit einer abstrakten Formulierung begnügt. Der Paragraph beschreibt lediglich eine “angemessene Entschädigung in Geld”.

Der Begriff “billig” ist gerade nicht als Synonym für “preisgünstig” zu verstehen, sondern stellt eine klingende Gerechtigkeit dar. Folglich spiegelt sich hier eine besondere Subjektivität wider, was bedeutet, dass keine festen Schmerzensgeldprämien sowie Berechnungsformeln vorhanden sind.

Um zu prüfen, wann und vor allem in welcher Höhe ein Schmerzensgeld zuzusprechen ist, sollte immer der Einzelfall mit all seinen Besonderheiten und Umständen betrachtet werden. Was dann angemessen – grundsätzlich gerecht, fair – ist, hängt in jedem vollständigen Fall von den Richtern ab, solange ein Prozess geführt wird.

In die richterliche Gesamtwürdigung fließen u. a. folgende Merkmale ein:

  1. Ausmaß und Schwere der seelischen sowie körperlichen Wunden
  2. Stärke der Beeinträchtigung des Lebens
  3. Alter des Opfers
  4. persönliche Verhältnisse (einschließlich der finanziellen Verhältnisse)
  5. Umfang der stationären Behandlung, Anzahl der notwendigen Operationen
  6. Zeitrahmen der Arbeitsunfähigkeit
  7. verbleibende Verunstaltungen
  8. partnerschaftliche oder familiäre Konflikte

Genauso vielfältig wie die bekannten Gründe, wann ein Schmerzensgeld gezahlt wird, sind auch die Faktoren, die Einfluss auf die Höhe des Schmerzensgeldes haben. Daher ist eine angemessene und eingehende Prüfung unerlässlich.

Auch wenn die Festsetzung der Höhe des Schmerzensgeldes nicht in der Hand des Geschädigten liegt, so kann bzw. muss er doch seinen Teil dazu beitragen. Das hat den Grund, dass die Beweislast allein bei ihm liegt. Das ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits zwingt es ihn in der Regel dazu, verschiedene Gutachten einzuholen und auch den bekannten Sachverhalt detailliert darzustellen.

Andererseits eröffnet es ihm aber auch die Möglichkeit, die Summe zu seinen Gunsten zu verbessern, indem er umfassend und überzeugend vorträgt. Je mehr seelische oder körperliche Auswirkungen der Geschädigte nachweisen kann, desto höher könnte seine Entschädigung ausfallen.

Das Schmerzensgeld ist vor dem Bürgerlichen Gesetzbuch verzinslich. Fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz sind möglich. Dies kann zu einer erheblichen Erhöhung der Summe führen. Die aktuellen Basiszinssätze sind auf der Internetseite der Bundesbank zu finden.

Während z.B. eine Platzwunde, also eine körperliche Beeinträchtigung, recht gut dokumentiert werden kann, steht der Geschädigte bei psychischen Schäden häufig vor größeren Beweisschwierigkeiten. In diesem vollen Fall bieten sich psychologische Gutachten an, die den Zusammenhang zwischen dem schädigenden Ereignis und der Beeinträchtigung deutlich machen.

Aber Vorsicht, zusätzlich gibt es Aspekte, die für den Geschädigten nachteilig sein können. Wäre das verletzte Sonderereignis mitschuldig, sind es Folgen, die den Anspruch mindern. Dennoch ist er verpflichtet, diese Teilschuld gegenüber dem Gericht offenzulegen.

Außerdem muss eine Disposition (Veranlagung) für Verletzungen, d.h. eine Anfälligkeit für Probleme, dargelegt werden, wenn eine solche Veranlagung vorhanden ist. Litt der Betroffene z.B. bereits vor dem Schadensereignis an einem Leiden, das die Unfallfolgen beeinflusste, so kann auch dies in der Regel das Schmerzensgeldvolumen nicht unberührt lassen.

Schmerzensgeldtabelle – Hinweise für immaterielle Schäden

Wann ein Geschädigter Schmerzensgeld erhält, richtet sich im Hinblick auf § 253 BGB immer nach der Verletzung. Dennoch steht der Geschädigte vor der Herausforderung, die Höhe des Schmerzensgeldes im Vorfeld zu ermitteln. Auch eine erfahrene Anwaltskanzlei kann diesbezüglich nicht immer verbindliche Aussagen treffen.

Insbesondere wenn es sich um einen Prozess nach einer entsprechenden Zivilklage handelt, liegt die Höhe des Schmerzensgeldes ganz im Ermessen des entscheidenden Richters. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, seine Rechte außerhalb des Gerichtssaals mit oder ohne Anwalt geltend zu machen. Nur wie kann der Geschädigte verstehen, wie viel er verlangen kann?

Hier hilft ein Blick in die Schmerzensgeldtabelle. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Urteilen, in der Gerichtsentscheidungen zum Schmerzensgeld zusammengestellt sind. Die Summen werden aufgezeigt, weil sie für bestimmte Wunden zugesprochen werden.

Eine Schmerzensgeldtabelle wird nicht nur von den Klägern konsultiert, sondern in der Regel auch von deren Rechtsbeiständen und den Richtern, die den Fall verhandeln.

Bei der Handhabung dieser Liste sollte jedoch beachtet werden, dass es sich nicht um verbindliche Werte handelt. Das bedeutet, dass sich der Geschädigte, der sich auf eine bestimmte Entscheidung bezieht, nicht darauf verlassen kann, genau den gleichen Betrag zu erhalten. Letztlich sind zwei Fälle in der Regel nie völlig deckungsgleich, selbst wenn die gleiche Verletzungsfolge vorliegt. Individuelle Umstände, etwaige Probleme und dergleichen tragen dazu bei, dass jede Urteilsgrundlage einzigartig ist.

Gerade das Internet bietet eine Menge solcher Übersichten, in der Rechtspraxis haben sich drei Tabellen durchgesetzt:

  1. Beck’sche Schmerzensgeldtabelle (verantwortlich: Rechtsanwaltskanzlei Andreas Slizyk).
  2. Hacks Ring Böhm Schmerzensgeldtabelle (Herausgeber: ADAC)
  3. Celler Schmerzensgeldtabelle (zuständig: Oberlandesgericht Celle)

Während die Beck’sche und die Celler Schmerzensgeldtabelle völlig kostenlos online erhältlich sind, kann die von Hacks, Böhm und Band in der Regel nur als Reserve erworben werden.

Von Augenproblemen bei Zahnverlust: Wann ist Schmerzensgeld möglich?

Körper und Geist im Einklang und vor allem intakt zu halten, gehört zu den großen Herausforderungen, die das Leben an einen stellt. Die Überwindung so mancher Hürde hinterlässt blaue Flecken – körperlich und seelisch gleichermaßen.

In manchen Fällen gewährt dann ein Schmerzensgeld Entschädigung und volle Genugtuung, sofern jemand anderes an den Beeinträchtigungen schuld ist. Dieser Anspruch deckt, so der Eindruck, die ganze Palette der Verletzungen unseres Körpers ab. Neben der Fremdverursachung muss der Schaden allerdings auch von einiger Schwere sein. Bei sogenannten Bagatellschäden kommt ein Schadensersatz in der Regel nicht in Betracht.

Wann Leidensgeld und Schmerzensgeld geltend gemacht werden kann, hängt von der Schwere der Beeinträchtigung ab.

Die folgenden Beeinträchtigungen führen in der Regel nicht zu einem Schmerzensgeld:

  1. Verletzungen der Halswirbelsäule ersten Grades
  2. Kopfschmerzen
  3. Reizungen der Schleimhäute
  4. minimale Weichteilverletzungen (Prellungen, Schnitt- und Schürfwunden, Quetschungen)
  5. kleine Verletzungen des Bewegungsapparates (Zerrungen und Verstauchungen)

Dennoch kommt es auf gutes Verhandlungsgeschick an. Denn wann eine Auszahlung von Schmerzensgeld möglich ist, hängt auch bei kleineren Schäden von der Argumentationszusammensetzung und der Überzeugungskraft des Geschädigten, der Anwaltskanzlei und des gegnerischen Versicherungsträgers ab.

Letztere erwähnen nicht selten, dass der ursprüngliche § 847 BGB, der regelte, wann ein Schmerzensgeld in Betracht kommt, den Anwendungsbereich auf schwere Verletzungen beschränkte.

Der Anwalt des Geschädigten kann sich aber auf den aktuell gültigen Gesetzestext berufen, der diese Vorgabe eben nicht enthält. Demnach können alle Beeinträchtigungen eine Entschädigung auslösen.

Dennoch sind die Hürden für die Anwaltskanzlei und den Geschädigten höher, wenn sie eine Entschädigung für eine Bagatellverletzung geltend machen wollen. Dies gilt nicht nur für körperliche Wunden, sondern zusätzlich für seelische Schäden. Zum Beispiel wird ein Schockschaden, der durch das Miterleben des Todes Ihres jeweiligen Haustieres hervorgerufen wurde, selten zu einer Entschädigung führen.

Doch wann kann man Schmerzensgeld erfolgreich einfordern? Im Folgenden haben wir einige Anspruchsgrundlagen für Sie persönlich zusammengestellt. Am Ende des Leitfadens finden Sie außerdem eine Schmerzensgeldtabelle, in der die meisten der hier besprochenen Schäden aufgeführt sind.

Schädigung der Physis

Der Körper hat unterschiedliche Belastungsgrenzen, deren Überschreitung sich in verschiedenen Verletzungen niederschlagen kann. So sind, je nach Großereignis, ein gebrochener Arm, eine Verletzung der inneren Organe oder auch ein Tinnitus nebst einer Reihe anderer Blessuren möglich.

Für zahlreiche Sportler ist das fast schon “Berufsrisiko” und wird mehr oder weniger Bestandteil des regelmäßigen Trainings sein. Dass ein ahnungsloser Fußgänger in eine Schlägerei verwickelt wird und sich beispielsweise die Schulter auskugelt, ist ebenso unwahrscheinlich, wie dass er von einem Hund angegriffen und verletzt wird.

Die dabei erlittenen Schmerzen müssen in Kauf genommen werden, allerdings nicht, ohne ein Schmerzensgeld zu verlangen. Denn Wunden, die durch einen schweren Unfall, eine Körperverletzung, einen Behandlungsfehler und ähnliches entstanden sind, sind vom Verursacher nach den gesetzlichen Bestimmungen zu ersetzen.

Informieren Sie sich im Detail über die Möglichkeiten, wie es zu Beeinträchtigungen kommen kann, die stark mit dem Schmerzensgeld verbunden sind.

Wann ein Unfall zur Zahlung von Schmerzensgeld führt

In den ersten 6 Monaten des Jahres 2021 wurden laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat mit 220 fast die meisten Menschen im deutschen Straßenverkehr verletzt. Die Gefahr, Opfer eines Unfalls zu werden, ist demnach relativ hoch.

Ob im Elektroauto, auf dem Motorrad oder auf dem fabelhaften Fahrrad, Kollisionen machen für jeden Verkehrsteilnehmer einen Unterschied – im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade Radfahrer und Biker erleiden in der Regel schwere Unfälle, da sie im Vergleich zu einem Autoinsassen viel stärker mit den Kräften eines Crashs konfrontiert sind.

Der generelle Anspruch auf Leidens- und Schmerzensgeld ist unabhängig vom eigentlichen Unfall. Was aber zumindest mittelbar mit der konkreten Angelegenheit zusammenhängt, sind die verursachten Wunden und damit auch die Höhe des Schmerzensgeldes.

Besonderheit: Verschuldensunabhängige Haftung im Straßenverkehr
Als Ausnahme von der sonst geltenden verschuldensabhängigen Schmerzensgeldhaftung gilt im Straßenverkehr vor § 7 StVG die Gefährdungshaftung, die dazu beiträgt, dass der Unfallverursacher unabhängig davon haftet, ob er vielleicht nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Folglich ist derjenige, der den Autounfall verursacht hat, in jedem Fall zur Zahlung von Geld verpflichtet, wenn der Schaden in der Regel auf ihn zurückzuführen ist.

Mit oder ohne Helm? Was beim Thema Schmerzensgeld nach einem Motorradunfall zu beachten ist

Wann ein Geschädigter nach einem Motorradunfall Schmerzensgeld erhält, lässt sich ganz einfach beantworten: grundsätzlich. Laut ADAC werden Motorradunfälle meist als kritische Unfälle angesehen. Im Jahr 2021 war jedes sechste tödliche Unfallopfer mit dem Motorrad unterwegs.

Die besondere Verletzungsgefahr bei einem Sturz vom Motorrad liegt an der geringeren Knautschzone. Dadurch wirken die heftigen Kräfte direkt und ungedämpft auf den Körper des Fahrers. Knochenbrüche und Wunden an den Extremitäten sind keine Seltenheit.

Häufig liegt auch eine sogenannte Mehrfachbeeinflussung vor, die eine Konferenz mit mehreren Kollisionen beschreibt. Dabei kann ein kompliziertes Polytrauma entstehen, das mitunter eine umfassende Behandlung erfordert.

Solche Polytraumata, zum Beispiel eine Kombination aus Kieferbruch, Nasenbeinbruch, Zahnverlust und Gehirnerschütterung, bringen in der Regel richtig hohe Schmerzensgeldsummen mit sich. Schließlich werden bei der Bemessung die Stärke des Leidens und die Höhe der Therapie berücksichtigt.

FAQ zum Thema Motorradhelm-Schmerzensgeld
Sind Ersthelfer verpflichtet, Schmerzensgeld zu zahlen, wenn sie tatsächlich Fehler beim Abnehmen des Helms des verunfallten Motorradfahrers machen?
Nein, für Wunden, die beim Abnehmen des Helms eines verunglückten Motorradfahrers versehentlich zugefügt wurden, kann in der Regel kein Schadensersatzanspruch gegen einen Ersthelfer geltend gemacht werden.

Wie groß ist die Gefahr für den Biker, wenn die Helmpflicht missachtet wird?
Wird ein Biker ohne Helm von der Polizei angehalten, kann ein Verwarnungsgeld von 15 Euro verhängt werden.

Welche Folgen hat ein Verstoß gegen die Helmpflicht hinsichtlich des Schmerzensgeldes?
Wenn ein Motorradfahrer ohne Helm fährt und in einen Unfall verwickelt wird, den ein anderer verursacht hat, kann er bis zu dreißig Prozent Mithaftung tragen.

Wann erhalten Radfahrer nach einem Unfall ein Schmerzensgeld?

Das Fahrrad erfreut sich vor allem in den Sommermonaten großer Beliebtheit, weil es so viele positive Eigenschaften in sich vereint. Es ermöglicht eine flexible Fortbewegung, unabhängig von Verkehrszug- und Stauverzögerungen, findet an frischem Sauerstoff statt und bietet körperliche Bewegung.

Kommt es jedoch zu einem Unfall mit dem Fahrrad, werden auch die negativen Seiten dieses Fahrzeugs deutlich. Ähnlich wie bei Motorradfahrern gibt es keine schützende Knautschzone, die Stürze abfedert. Es kann zu schmerzhaften Verletzungen kommen, die vom Unfallverursacher ersetzt werden müssen.

Doch Vorsicht! Die Gefährdungshaftung gilt nicht für Fahrradfahrer. Da von Fahrrädern nicht wie von motorisierten Fahrzeugen eine Betriebsgefahr ausgeht, gelten hier die typischen Beschränkungen der Gefährdungshaftung. Das ist entscheidend für die hier relevante Frage, wann ein Radfahrer Schmerzensgeld zahlen muss. Denn die Verpflichtung zur Zahlung setzt eine vorsätzliche oder grob fahrlässige Ausführung voraus.

Unabhängig von diesem Haftungsprivileg müssen sich Radfahrer an geltende Beschränkungen halten. Verletzt ein Radfahrer seine gesetzlichen Pflichten und kommt es danach zu einem Unfall, bei dem ein anderer z. B. einen Knöchelbruch erleidet, wird er mithaftbar gemacht.

Weicht ein Radfahrer vom Rechtsfahrgebot ab, bekommt er im Falle einer Verletzung nicht das volle Schmerzensgeld ausbezahlt. Vergleichbar ist die Situation, wenn der Radfahrer die Ampelpflicht missachtet. Wird ein Gehweg oder Zebrastreifen in der Regel widerrechtlich benutzt, ist dies ein grober Verstoß, der ebenfalls eine Mithaftung nach sich ziehen kann. Sind die Umstände des Unfalls unklar, ist es in jedem Fall ratsam, die Polizei zu rufen.

Schmerzensgeld und Helm bei einem Fahrradunfall
Anders als Motorradfahrer müssen Fahrradfahrer keinen Schutzhelm tragen. Dementsprechend wird es das Schmerzensgeld in der Regel nicht mindern, wenn ein Radfahrer bei einem Unfall stürzt, ohne einen Helm aufzusetzen.
Eine Ausnahme gibt es allerdings bei sportlich ambitionierten Zweiradfahrern. Da von diesen aufgrund der erhöhten Geschwindigkeit ein erhöhtes Gefährdungspotenzial ausgeht, ist hier ein Helm zu empfehlen. Ein Unfall ohne Helm kann daher eine Kürzung des Schmerzensgeldes zur Folge haben.

Heckaufprall: Zivilrechtliche Schwierigkeiten beim Schleudertrauma

Ein entscheidender Begriff in Bezug auf jeden Auffahrunfall, der ein Schmerzensgeld rechtfertigt, ist das Schleudertrauma. Denn diese Weichteilproblematik für die Halswirbelsäule (HWS), medizinisch als HWS-Distorsion bezeichnet, wird durch die unvorhergesehene Übertragung von Energieniveaus auf den relativen Hirn- und Nackenbereich hervorgerufen, was bei Auffahrunfällen häufig vorkommt.

Oft kommt es in diesem Zusammenhang zu Überdehnungen der Bänder und auch zu Rissen, die mit Komplikationen einhergehen können.

Die dabei erlittenen Schmerzen können sich über Wochen und Monate hinziehen und das gesamte Wohlbefinden des Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Problematisch ist jedoch die Beweissituation bei einem Auffahrunfall. Einige Versicherungen schränken die Erstattung von Schmerzensgeld ein und zahlen keine Entschädigung für minimale Verletzungen der Halswirbelsäule.

Nicht selten wird dann auf die sogenannte Unschädlichkeitsgrenze verwiesen, die erst ab einer bestimmten, unfallbedingten Geschwindigkeitsänderung, in der Regel 11 km/h, entschädigungsfähige Beeinträchtigungen vorsieht. Der BGH lehnt eine solche Grenze ab.
Auch diese lehnt der BGH als Einschränkung der Ersatzpflicht ab und geht von einer persönlichen Betrachtung des Sachverhaltes aus.

In jedem Fall müssen Sie das Schadensereignis ausführlich dokumentieren und auch Ihre Beeinträchtigungen, z.B. das Schleudertrauma, ärztlich bescheinigen lassen. Scheuen Sie sich nicht, Ihr Recht einzufordern, nur weil die gegnerische Versicherung sich anfangs weigert zu zahlen. Auch unfallbedingte Nackenschmerzen können entschädigungspflichtig sein, ebenso Konzentrationsstörungen oder auch Tinnitus.

Dann ist auch hier die vermeintliche Mithaftung des Autounfallopfers zu berücksichtigen, die bei Auffahrunfällen aufgrund von Fahrlässigkeit oft gegeben ist.

Einmal zahlt der Chef Schmerzensgeld: Entschädigung bei jeder Art von Arbeitsunfall

Jede Art von Arbeitsunfall führt unter Umständen auch zu einem Zustand. Allerdings ist die Berufsgenossenschaft dafür nicht haftbar zu machen, denn sie zahlt in der Regel kein Schmerzensgeld. Vielmehr könnte der Chef oder der ältere Kollege in Anspruch genommen werden.

Doch die Ersatzpflicht des Chefs unterliegt sehr engen Grenzen. So kann zum Beispiel kein immaterieller Schadenersatz verlangt werden, wenn der Personenschaden im Rahmen der eigenen Organisationstätigkeit entstanden ist.

Vor § 104 SGB VII setzt die Verpflichtung zur Zahlung von Leistungen in Form von Schmerzensgeld eine vorsätzliche Handlung voraus. Der verletzte Arbeitnehmer steht dann vor der Beweislast, dass sein Vorgesetzter oder ein Kollege den Vorfall beabsichtigt und gebilligt hat. Die Nichteinhaltung von Unfallverhütungsvorschriften ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit Vorsatz.

Werden Sicherheitsvorschriften nicht beachtet, muss in der Regel von grober Fahrlässigkeit des Arbeitgebers ausgegangen werden. Denn in der Regel wird vermutet, dass er tatsächlich damit gerechnet hat, einen Unfall dennoch zu vermeiden.
Dies gilt auch dann, wenn die Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften vorsätzlich erfolgt, da dieser Vorsatz in der Regel nicht auf die Herbeiführung eines Unfalls gerichtet ist.

Ob leicht, gefährlich oder extrem – Die Bedeutung der Körperverletzung beim Schadensersatz

Gerade bei der relevanten Frage, wann eine Körperverletzung einen Schmerzensgeldanspruch begründet, gerät so mancher zwischen den verschiedenen Rechtsgebieten durcheinander. Das liegt daran, dass in dieser Konstellation sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Belange betroffen sind. Deshalb ist es wichtig, klar zu trennen, welche Sachverhalte in welchem Bereich zu behandeln sind.

Im Strafrecht werden die Delikte der Körperverletzung vor dem Strafgesetzbuch (StGB) geahndet. Diese Delikte konnten unterschieden werden:

  • (einfache) Körperverletzung (§ 223 StGB)
  • gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB)
  • schwere Körperverletzung (§ 226 StGB)

Wird eine Täterin oder ein Täter vor einem Strafgericht schuldig gesprochen, drohen ihr oder ihm je nach Delikt bis zu 10 Jahre Haft oder eine hohe Strafe. Wird letzteres sicher angeordnet, ist es nicht zu verwechseln mit dem Schmerzensgeld für Körperverletzung. Das kann daran liegen, dass nicht der verletzte Sonderfall diese Summe erhält, sondern die Staatskasse.

Möchte der Geschädigte also die Entschädigung der strafrechtlichen Sanktion eigenständig durchsetzen, sollte er dies im Verhältnis zu den zivilrechtlichen Bestimmungen tun. Das ist entweder außergerichtlich oder in einem Zivilprozess möglich.

Im sogenannten Adhäsionsverfahren, das von jedem Geschädigten beantragt werden kann, kommt es zu einer Vermischung von Zivil- und Strafverfahren. Im Falle eines Schuldspruches wird hier auch über Schmerzensgeld entschieden.

Ein Gutachten zur Körperverletzung ist im Vergleich zu einer strafrechtlichen Verurteilung keine zusätzliche Voraussetzung für die Beantragung von Schmerzensgeld. Wurde der Täter der Straftat sogar freigesprochen, ist das Opfer von der Geltendmachung seines Schadensersatzanspruchs befreit.

Wann ein Schmerzensgeldanspruch bei Personenschäden besteht, hängt also ganz von der strafrechtlichen Verfolgung der Tat ab.

Schmerzensgeld nach einer Schlägerei: Kaum ein blaues Auge ohne rechtliche Konsequenzen

Aus strafrechtlicher Sicht handelt es sich bei einer Schlägerei um ein eigenständiges Delikt der Körperverletzung, da letztere immer Bestandteil dieses Delikts ist.

Im Strafrecht beschreibt eine Schlägerei eine Auseinandersetzung zwischen deutlich mehr als zwei Personen, die sich gegenseitig Körperverletzungen zufügen.
Merkmale der Schlägerei sind also eigentlich:

  1. Körperverletzung
  2. mindestens 3 Personen
  3. Opfer handelt auch durch einen fabelhaften Täter (Gegenseitigkeit der Verletzungsfunktionen).

Dieses Delikt, das mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft wird, ist in § 231 StGB normiert. Doch wann kann ein Schmerzensgeld für einen Deal beansprucht werden, wenn der Geschädigte selbst einem anderen eine Körperverletzung zugefügt hat?

Grundsätzlich ist das Schmerzensgeld immer getrennt von der strafrechtlichen Bewertung der Tat zu betrachten. Damit ist sichergestellt, dass die schädigende Handlung desjenigen, der Schmerzensgeld beansprucht, den Schadensersatz nicht völlig ausschließen muss. Allerdings wird es der Geschädigte schwer haben, sein Recht durchzusetzen, wenn er selbst einen anderen Menschen verletzt hat.

Besser stehen die Chancen, wenn der Verletzte in Notwehr nach § 227 BGB gehandelt hat. Wenn also die Körperverletzungshandlung des Einzelnen nur darauf gerichtet war, sich gegen einen besonderen rechtswidrigen Angriff zu verteidigen, kann es sinnvoll sein, ein Schmerzensgeld in der Gesamthöhe zuzusprechen.

Sündenbock Arzt: Schadensersatz wegen eines Behandlungsfehlers

Die Medizin ist für den Normalbürger ein fabelhaft verschlossenes Buch. Deshalb verlassen sich viele Menschen voll und ganz auf die Kompetenz und das Wissen ihrer behandelnden Mediziner. Doch auch der bestausgebildetste Mediziner macht Fehler.

Das Drastische daran ist jedoch, dass diese Fehler oft einen direkten körperlichen Einfluss auf den Patienten haben. Aus diesem Grund fragt sich so mancher, wann er von einem Arzt Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen kann.

In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2021 mit der Modernisierung des Schadensersatzrechts eine wesentliche Neuerung verabschiedet. Unter anderem wurde seit diesem Jahr der § 253 BGB neu gefasst, der Ansprüche auf Auszahlung von Schmerzensgeld auch im Rahmen von Verträgen ermöglicht. Während bis zu diesem Zeitpunkt bei sogenannten Behandlungsfehlern nur materieller Schadensersatz geleistet werden konnte, ist es nun tatsächlich möglich, auch bei ärztlichen Kunstfehlern Schmerzensgeld zu verlangen.

Grundsätzlich wird in der Arzthaftung zwischen einfachen Fehlern bei der Diagnose und groben Fehlern bei der Operation oder Behandlung unterschieden. Letztere werden eher als ein Versehen angesehen, das nicht kausal für die medizinischen Folgen ist.

Soll ein einfacher Diagnosefehler hingegen durch Schmerzensgeld abgegolten werden, so ist der Patient in der Pflicht, die notwendigen Beweise zu erbringen. Nur in den seltensten Fällen wird der Patient bei der Erlangung einer Entschädigung Erfolg haben.

In der Regel wird Schmerzensgeld nur bei groben Behandlungs- oder Operationsfehlern gezahlt. Im Hinblick auf § 630h BGB muss sich ein übergreifendes Behandlungsrisiko realisiert haben, das gesundheitlich beherrschbar war und durch das ärztliche Fehlverhalten zu einer Schädigung des Lebens, des Körpers oder des Wohlbefindens des Patienten geführt hat.

Wenn ein Arzt laufende Befunde in nicht nachvollziehbarer Weise falsch interpretiert oder wenn unnötige Geschäfte getätigt werden, hat der Betroffene Anspruch auf Schmerzensgeld.

Auch seelische Beeinträchtigungen, zum Beispiel die Entwicklung einer Depression als Gesamtfolge einer langwierigen Behandlung, und Fehler im organisatorischen Ablauf, wie zum Beispiel ein unnötiger Krankenhausaufenthalt, können schadenersatzrelevant sein.

Auch schädigende zahnärztliche Eingriffe bilden eine entscheidende Untergruppe der Behandlungsfehler. Wenn aus medizinisch nicht erkennbaren guten Gründen Zähne gezogen oder Prothesen nicht ordnungsgemäß eingesetzt werden, kann jemand vom Zahnarzt Schmerzensgeld verlangen.

Bei solchen groben Fehlern gilt die Beweislastumkehr und nur der geschädigte Sonderfall. In diesem Fall liegt es am Zahnarzt zu beweisen, dass sein Verhalten nicht die Ursache für die körperlichen und gesundheitlichen Folgen war.

Hundebiss – Wenn der Halter Schmerzensgeld zahlen muss

Für die einen sind sie ein treuer Freund und Begleiter oder sogar ein ewiges Familienmitglied, andere stören sich an ihren Hinterlassenschaften auf Gehwegen oder haben sogar Angst davor: Hunden.

Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Besitzer sein Tier nicht in Ordnung hat und es einen Passanten angreift. Ein Hundebiss kann verheerende Folgen für das Opfer haben. Zusätzlich zu den körperlichen Schäden, die sich oft in Narben auswirken, die das Opfer für den Rest seines Lebens an den Vorfall erinnern, sind auch langfristige psychische Schäden keine Seltenheit.

Wer gebissen wird, entwickelt oft Angst vor den Vierbeinern, meidet den angenommenen Ort, an dem sich der Angriff ereignet hat, oder hält sich generell von Grünanlagen und Parks fern. Dies stellt im Nachhinein eine mitunter weitreichende Einschränkung der Lebensqualität dar, da der Betroffene nicht mehr wie gewohnt seinem Alltag nachgehen kann.

Daher lässt das Zivilrecht die Anwendbarkeit des Schmerzensgeldes auch auf Hundebisse zu. Dies aber eben nicht verschuldensabhängig, sondern vor dem Hintergrund der Gefährdungshaftung. Folglich kann ein Tierhalter auch ohne Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Verantwortung gezogen werden.

Dabei ist es unerheblich, ob der Hundebiss passiert ist, obwohl der Halter die Leinenpflicht beachtet hat. Durch die Haftungserweiterung in Bezug auf § 833 BGB haftet der Halter für alle Verletzungen, die sein Tier verursacht.

Auch wenn sich das Tier während des Schadensereignisses in der Obhut einer anderen Person befand, bezieht sich die Handlungspflicht auf den Hundehalter.

Nach einem Hundebiss kann die verletzte Person neben dem Schmerzensgeld unter Umständen auch Haushaltsführungsschaden geltend machen. Dies ist z. B. bei nicht berufstätigen Personen, die aufgrund der erlittenen Verletzungen ihren Haushalt nicht mehr führen können, durchaus erfüllt.

Zwischen Körper und Seele: Schadensersatz im Falle einer Vergewaltigung

Im schadensrechtlich zu betrachtenden Gesamtfall der Vergewaltigung sind in der Regel sowohl körperliche als auch seelische Folgen zu berücksichtigen. Denn das in § 177 StGB normierte Delikt verursacht nicht ganz selten seelische Beeinträchtigungen, unter denen das Opfer oft jahrelang leidet.

Solche Dauerschäden führen in vielen Fällen dazu, dass hohe Entschädigungssummen zugesprochen werden.

Wann kann bei einer Vergewaltigung ein Schmerzensgeld geltend gemacht werden?
Strafrechtlich wird eine Leistung als Vergewaltigung anerkannt, wenn sie entweder außerhalb oder innerhalb einer ehelichen Gemeinschaft stattfindet und neben anderen sexuellen Übergriffen auch den unfreiwilligen Beischlaf umfasst. Die Opferposition kann von Männern und Frauen eingenommen werden.

Schädigung der Psyche: Wann deckt ein Schmerzensgeld seelische Verletzungen ab?

Eine gesunde Psyche ist für ein erfülltes Leben mindestens genauso wichtig wie körperliche Unversehrtheit. Beide Bereiche stehen ebenfalls in einer Wechselbeziehung. So können beispielsweise Unausgeglichenheit und Stress zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder einem stark angegriffenen Immunsystem führen. Umgekehrt löst eine lang anhaltende, unangenehme Verletzung oder ein durch Narben entstelltes Gesicht nicht selten depressive Symptome aus.

Beide Bereiche sind daher höchst schützenswerte Güter, deren Integrität der Gesetzgeber durch entsprechende Regelungen im Staats-, Zivil- und Strafrecht gewährleisten sollte. Dennoch kommt es immer wieder zu rechtswidrigen Handlungen, die körperliche oder psychische Beeinträchtigungen hervorrufen und dann immaterielle Schäden verursachen können.

Im gesamten Fall der psychischen Beeinträchtigungen findet sich jedoch ein Beweisdilemma, was das Gesetz an Pflichten festlegt. Im Gegensatz zu Knochenbrüchen und ähnlichem sind Individualitäts- oder Neurosenstörungen tatsächlich schwer zu beweisen. Den entscheidenden Beweis liefern hier psychologische Gutachten, die dokumentieren, inwieweit ein bestimmter Schädiger die Elektromotorik einer gestörten Psyche in Gang gesetzt hat.

Da die besprochene Vergewaltigung gerade zwischen Ihren beiden Bereichen steht, werden im Folgenden viele Straftaten und Erscheinungsformen abgehandelt, bei denen sich das Schmerzensgeld generell auf seelische Verletzungen bezieht.

Mobbing und Beleidigung als Grundlage für Schmerzensgeld

Niemand kann wohl mit den meisten seiner Mitmenschen immer auf einer Wellenlänge sein. Sympathie ist eben kein universelles Gefühl, daher gibt es immer wieder Mitbewohner, denen man eben nicht so wohlgesonnen ist.

Obwohl eine solche Einordnung durchaus nachvollziehbar ist, darf sich diese Missgunst nur in bestimmten Grenzen halten, sonst ist straf- und zivilrechtliches Terrain schnell betreten.

Typische Ausdrucksformen solcher Grenzüberschreitungen sind Beleidigungen und Mobbing – beides sind keineswegs Kavaliersdelikte.

Wann eine Beleidigung ein Schmerzensgeld rechtfertigt

Der Straftatbestand der Beleidigung ist in § 185 Strafgesetzbuch (StGB) definiert und wird mit “bis zu” mindestens einem Jahr Freiheitsentzug oder mit “hervorragend” bestraft. Inhaltlich handelt es sich um eine Behauptung mit ehrverletzendem Inhalt. Normal sind eigentlich Missachtung oder Geringschätzung eines anderen.

Neben einer Beleidigung mit Schimpfwörtern wie z.B. “Idiot” fallen auch Tiervergleiche (“du Esel”) in den Bereich der Beleidigung. Ebenso können Übergriffe und Gesten eine Ehrverletzung darstellen, wie z.B. der Stinkefinger oder das Anspucken eines anderen.

In § 253 des Bürgerlichen Gesetzbuches sind die schadensersatzfähigen Verletzungshandlungen aufgeführt. Das Rechtsgut der Ehre oder der Identität wird jedoch nicht erwähnt. Dennoch kann eine Beleidigung unter Umständen eine Entschädigung rechtfertigen. Wann gibt es also ein Schmerzensgeld?

Das Bundesverfassungsgericht verweist für die Möglichkeit der Geltendmachung von Schmerzensgeld auf das Grundgesetz. Inhalt 1 und 2 des Grundgesetzes schützen die Würde des Menschen und die Entfaltung der Persönlichkeit.

Gerade diese Grundprinzipien können aber durch eine Beleidigung einfach negiert werden, weshalb der zivilrechtliche Anspruch auf Schmerzensgeld greifen kann. Allerdings muss die Behauptung, es handele sich um eine Beleidigung, bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um ein Schmerzensgeld zu erhalten:

  • schwerwiegende schuldhafte und rechtswidrige Verletzung des typischen Persönlichkeitsrechtes
  • die Verletzung kann nicht auf andere Weise behoben werden

Mit anderen Worten: Es muss eine vorsätzliche oder zumindest grob fahrlässige Herabsetzung vorliegen, die auf so gut wie keine andere Weise ausgeglichen werden kann. Doch gerade diese zweite Facette schränkt den Anwendungsbereich des Schmerzensgeldes erheblich ein.

Denn in dem Moment, in dem der Täter strafrechtlichen Sanktionen ausgeliefert ist oder die Persönlichkeitsverletzung des Opfers durch Unterlassen oder Richtigstellen beseitigt hat, wird oft kein Schadensersatz mehr gezahlt.

Mobbing: Schmerzensgeld für die gezielte Verletzung von Persönlichkeitsrechten

Eine Form der strafbaren Beleidigung ist in der Regel die des Mobbings. Darunter versteht die Rechtsprechung eine systematische, gezielte Verletzung der Individualität. Die damit verbundenen Handlungen erstrecken sich in der Regel über einen tatsächlichen Zeitraum und können punktuelle, wiederholte Beleidigungen beinhalten.

Wann bei Mobbingfällen ein Schmerzensgeld in Betracht kommt, richtet sich nach der Erfüllung dieser Kriterien:

  1. Vorliegen von Handlungen, die als Mobbing zu qualifizieren sind (z.B. Beleidigungen, Bloßstellungen, etc.)
  2. Ausübung mehrerer Funktionen, die mit diesem Inhalt des Mobbings verbunden sind
  3. vorsätzliche Begehung
  4. Beeinträchtigung des typischen Persönlichkeitsrechts
  5. Bedeutung der psychischen Verletzungen

Cybermobbing ist in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung, da die Anonymität des Netzes verbale Übergriffe auf andere Menschen begünstigt. Die Arbeitswelt ist betroffen. Aufgrund von Konkurrenzdruck und privaten Existenzängsten werden häufig private Kollegen gemobbt. Auch Arbeitgeber können ihre Arbeitnehmer durch wiederholte Abmahnungen einem solchen psychischen Druck aussetzen, der in der Regel als Mobbing zu klassifizieren ist.

Das Bundesarbeitsgericht sieht für Mobbingfälle nicht nur die Anwendung der zivilrechtlichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches vor, sondern beschreibt auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Das AGG erfasst unter anderem Handlungen von Mitarbeitern oder Vorgesetzten, die den Wettbewerb, die ethnische Herkunft, das Geschlecht, die Religion, eine Behinderung, das Alter oder die sexuelle Identität verunglimpfen, auch ohne gezielte Ausübung.

Liegt einer dieser Verstöße vor, kann das Unternehmen zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt werden, auch wenn nicht unbedingt es selbst, sondern einer seiner Mitarbeiter der Täter war.

Gehört ein Schockschaden zum Schadensersatz?

Psychische Beeinträchtigungen treten nicht nur dann auf, wenn ein Täter immer direkt auf eine Person einwirkt. Praktisch sind auch Fälle, in denen das vom Täter herbeigeführte Ereignis mittelbar die Schädigung auslöst, wie z.B. im gesamten Fall der sogenannten Schockschädigung.

Diese tritt ein, wenn der Betroffene entweder bei den Schlagzeilen über den Tod eines nahen Angehörigen eine Schocksituation annimmt oder wenn er selbst bei dem Unfall aktiv war, unverletzt blieb, aber durch das Erlebnis bleibende psychische Schäden erlitt. Für das Opfer und seine Angehörigen stellt sich manchmal die Frage: Wann kann bei einem solchen Schockschaden ein Schmerzensgeld geltend gemacht werden?

Die Rechtsprechung sieht Schmerzensgeld und Schmerzensgeld nur dann vor, wenn die psychische Störung eine eigene Krankheitsbedeutung besitzt. Vereinfacht gesagt, müsste es sich um eine Beeinträchtigung handeln, die über das typische Maß hinausgeht. Darüber hinaus sind die Erfolgsaussichten einer solchen Schmerzensgeldklage sehr hoch, wenn zwischen dem Unfallverursacher und demjenigen, der durch den Unfall einen Schock erlitten hat, eindeutig ein enger Zusammenhang besteht.

Wie bei anderen Anspruchsgrundlagen auch, sollte der Einzelfall von den Richtern eingehend geprüft werden. Um das Recht auf Entschädigung durchsetzen zu können, ist die Beratung und Begleitung durch einen Rechtsanwalt sehr zu empfehlen.

Großer Schreibtisch für Schmerzensgeld und Kampf mit konkreten Verletzungsbeispielen

Am Ende dieses Leitfadens haben wir eine umfangreiche Tabelle des Schmerzensgeldes zusammengestellt, die in alphabetischer Reihenfolge verschiedene Verletzungen auflistet, die im Zusammenhang mit jeder Art von Unfall, Körperverletzung, Tierbiss und anderen aufgeführten Anspruchsgrundlagen enthalten sein können.

Diese Übersicht, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, gibt Ihnen nicht nur eine Vorstellung davon, wann Schmerzensgeld gezahlt werden kann, sondern auch von der Höhe des Schmerzensgeldes, das zugesprochen werden kann.

Ver­letz­ung

Sch­merz­ens­geld­summe

Ge­richt, Jahr, Ak­ten­zeichen (Az.)

Physische Ver­letz­ungen

KOPF

AUGEN­VER­LETZ­UNG
Total­erblind­ungca.­256.000 EuroOLG*­ Frank­furt, 1996, Az. 23 U 171/95
leichte Augen­verletz­ung durch Glas­splitterca.­4.000 EuroLG*­ Köln, 2021, Az. 16 O 314/04
Brennen und Jucken der Augen nach einer Pfeffer­spray­-Attacke500­ EuroAG*­ Menden, 2021, Az. 4 C 363/12
GEHIRN­ERSCHÜTTER­UNG
schwere Gehirn­erschütter­ung mit daue­rhaften Kopf­schmerzenca.­ 5.600 EuroOLG­ Hamm, 1984, Az. 13 U 297/83
Gehirn­erschütter­ung mit Kopf­schmerzen, Platz­wunde und Blut­ergüssenca.­ 1.500 EuroAG­Ludwigs­hafen am Rhein, 2021, Az. 2 eC 32/89
Leichte Gehirn­erschütter­ungca. 100 EuroAG­ Köln, 1980, Az. 264 C 30/80
JOCH­BEIN­BRUCH
schwere Joch­bein­fraktur und Poly­traumaca. 15.000 EuroOLG­ Köln, 1990, Az. 20 U 247/89
Joch­bein- und Ellen­bogen­fraktur, Gehirn­quetsch­ung5.400 EuroLG­ Duis­burg, 2021, Az. 8 O 406/02
Joch­bein­fraktur und Zahn­verlustca. 2.100 EuroAG­ Bens­heim, 1994, Az. 6 C 956/93
KIEFER­BRUCH
Ober­kiefer­fraktur sowie Ver­letzungen an Stirn, Wangen, Nase und Ober­lippe, Zahn­verlustca. 33.000 EuroOLG­ Koblenz, 1999, Az. 12 U 729/98
Ober­kiefer­fraktur, Gesichts­verletz­ungenca. 13.000 EuroOLG­ Hamm, 1995, Az. 3 U 60/95
verspätete Kiefer­frak­tur­diag­nose (Behandlungs­fehler)500 EuroOLG­ Köln, 2021, Az. 5 U 86/13
NASEN­BEIN­BRUCH
Nasen­bein­frak­tur mit dauer­hafter Geruchs­beeinträchtigung, Gesichts­schädel­fraktur, Lungen­quetschung, Schnitt­wunden, Prellungenca. 15.300 EuroLG­ Ham­burg, 2021, Az. 306 O 333/97
Nasen­bein­fraktur, Backen­zahn­fraktur und –verlust, Prellungen und Schürf­wunden2.000 EuroAG­ Mann­heim, 2021, Az. 12 C 208/10
Nasen­bein­frakturca. 100 EuroLG­ Zwei­brücken, 1991, Az. 3 S 10/91
NARBE IM GESICHT
Narbe über dem Auge, Kiefer- und Joch­bein­fraktur, Zahn­verletzungca. 8.600 EuroOLG­ Koblenz, 1985, Az. 12 U 138/85
Gesichts­narbe durch Platz­wunde, Prellungenca. 4.000 EuroLG Hanau, 1995, Az. 2 S 299/95
Narbe wegen Wangen­verletzungca. 1.500 EuroAG Weiden, 1997, Az. 3 C 1342/97
PLATZ­WUNDE AM KOPF
große Kopf­platz­wunde, leichtes Schädel­hirn­trauma und Prellungenca. 3.000 EuroAG Meppen, 1992, Az. 8 C 1062/90)
Kopf­platz­wunde und Prellung800 EuroOLG Nürn­berg, 2021, Az. 1 U 1878/08
Kopf­platz­wunde, Prellungen und Schürf­wunden0 EuroOLG Frank­furt am Main, 2021, Az. 24 U 45/98
SCHÄDEL­HIRN­TRAUMA
Schädel­hirn­trauma 3. Grades, Gehirn­blutungenca. 265.300 EuroLG Det­mold, 2021, Az. 9 O 265/98
schweres Schädel­hirn­trauma, Hüft- und Unter­schenkel­fraktur45.000 EuroOLG Naum­burg, 2021, Az. 4 U 136/03
Schädel­hirn­trauma 1. Grades mit post­trauma­tischen epileptischen Anfällenca. 38.300 EuroOLG Berlin, 2021, Az. 12 U 971/00
TINNI­TUS
mittel­schwerer Tinni­tus und Prellungen12.000 EuroOLG Naum­burg, 2021, Az. 1 U 97/12
Tinni­tus mit Gehör­minderung und HWS-Syndromca. 6.100 EuroAG Merzig, 2021, Az. 3 C 768/00
Tinni­tus0 EuroLG Nürn­berg, 2021, Az. 6 O 4537/03
ZAHN­VERLUST
erheblicher Zahn­verlust von 10 Zähnenca. 15.300 EuroOLG Hamm, 2021, Az. 3 U 107/00
Zahn­verlust von 4 Zähnen2.000 EuroOLG Köln, 2021, Az. 3 U 116/00
Zahn­verlust durch Ziehen eines Weis­heits­zahnesca. 200 EuroAG Augs­burg, 1986, Az. C 736/84

RUMPF

BÄNDER­RISS
Knie­bänder­riss, Bein­venen­throm­bose, Sprunggelenk­fraktur, Prellung, Blutergüsse, post­traumatische Depression55.000 EuroOLG Berlin, 2021, Az. 22 U 270/12
Innen­meniskus­riss, Innen­band­riss am Knie­gelenkca. 7.000 EuroOLG Olden­burg, 1991, Az. 4 U 83/90
Meniskus­riss, Entzündung am Knie­gelenk700 EuroLG Münster, 2021, Az. 8 O 34/09
BECKEN­BRUCH
komplexer Becken­bruch mit Fraktur des Hüft­gelenks57.000 EuroOLG München, 2021, Az. 10 U 3298/08
Becken­fraktur, Fuß­verletzung, Knie­prellungen und Unfall­schockca. 15.000 EuroOLG Koblenz, 1992, Az. 12 U 1738/90
Becken­fraktur, Prellungen, Unfallschockca. 2.000 EuroLG Aschaffen­burg, 1979, Az. 1 O 431/178
BRUST­BEIN­BRUCH
schwere Brust­bein­fraktur, Hand-, Rippen- und Wirbel­frakturenca. 10.000 EuroLG Deggen­dorf, 1987, Az. 2 O 439/87
Brust­bein­bruch, Schleuder­trauma5.000 EuroOLG München, 2021, Az.10 U 3314/12
Brust­bein­bruch und -prellungca. 1.000 EuroAG Frank­furt, 1994, Az. Hö 3 C 242/94
ELLEN­BOGEN­BRUCH
Ellen­bogen­fraktur, Bänder­riss, Mittel­hand­fraktur, Lungenprellung, Schulter­verletzung, Gehirn­erschütterungca. 36.000LG Hildes­heim, 1994, Az. 3 O 318/94
Ellen­bogen- und Arm­frakturca. 3.000 EuroOLG München, 1986, Az. 27 U 384/85
Ellen­bogen­frakturca. 800 EuroAG Bochum, 1993, Az. 65 C 393/93
HWS-ZERRUNG
HWS-Zerrung und Lenden­wirbel­säulen­verletzungca. 1.500 EuroLG Köln, 1979, Az. 2 O 259/76
Zerrung der HWS und Prellungca. 400 EuroAG Garmisch-Parten­kirchen, 1990, Az. 7 C 196/90
leichte HWS-Zerrung0 EuroLG Karls­ruhe, 2021, Az. 5 O 313/06
PRELLUNG
Steiß­bein- und Becken­prellungen und HWS-Stauchungen sowie Blut­ergüsseca. 14.000 EuroOLG Hamm, 2021, Az. 13 U 136/99
Schulter­prellung und HWS-Syndrom5.000 EuroOLG Köln, 2021, Az. 12 U 267/00
Rücken­prellung, Haut­abschürfungca. 50 EuroAG Frank­furt am Main, 1995, Az. 29 C 2280/94 – 46
RIPPEN­BRUCH
Rippen­serien­fraktur, Schlüssel­bein­fraktur und Gesichts­verletzungca. 17.900 EuroOLG Hamm, 1994, Az. 27 U 15/94
Rippen­fraktur und Ober­arm­prellungca. 1.000 EuroAG Schleiden, 1995, Az. 2 C 722/95
Rippen­fraktur, Nacken­zerrung und Schulter­schmerzenca. 900 EuroAG Ham­burg, 1990, Az. 646 C 52/90
SCHLEUDER­TRAUMA
Schleuder­trauma mit erheblichem Dauer­schadenca. 12.800 EuroOLG Hamm, 1993, Az. 6 U 58/89
Schleuder­trauma, Knie­prellung, Brust­bein­prellung, Blut­ungen in 22. Schwanger­schafts­wocheca. 4.100 EuroOLG Stutt­gart, 1990, Az. 11 U 136/89
leichtes HWS-Schleuder­trauma, Schädel­hirn­trauma, Prellungen und Schürf­wundenca. 1.300 EuroAG Seligen­stadt, 1993, Az. 1 C 555/93
SCHLÜSSEL­BEIN­BRUCH
Schlüssel­bein- sowie schwere Becken- und Rippen­frakturenca. 41.000 EuroLG München, 2021, Az. 9 O 14070/00
Bruch des Schlüssel­beins und Knie­prellungca. 6.000 EuroLG Wies­baden, 1988, Az. 2 O 30/87
Schlüssel­bein­bruch0 EuroAG Berlin, 2021, Az. 101 C 3400/03
SCHULTERGELENK­SPRENGUNG
Schulter­gelenk­sprengung mit Schulter­versteifungca. 15.000 EuroOLG Hamm, 2021, Az. 6 U 208/99
Schultergelenk­sprengung mit Behandlungs­fehler8.000 EuroOLG Hamm, 2021, Az. 26 U 152/13
Schultergelenk­sprengung mit HWS-Syndrom, Prellungen und Schürf­wundenca. 1.500 EuroAG Wester­stede, 2021, Az. 24 C 615/00
SCHULTER­LUXATION
Schulter­gelenk­luxation, Organ- und Ellenbogen­verletzung, Rippen­serien­fraktur, HWS-Syndrom65.000 EuroOLG Köln, 2021, Az. 4 U 9/09
Schulter­luxation mit Sehnen­verletzungca. 1.100 EuroAG Leer, 1996, Az. 1608-07 a C 19/96
Schulter­gelenk­luxation0 EuroAG Jülich, 2021, Az. 4 C 106/08
SPRUNG­GELENKS­FRAKTUR
Sprung­gelenks­frakturca. 13.000 EuroOLG Celle, 1983, Az. 3 U 43/83
Sprung­gelenk­luxationsfraktur, Waden­bein­frakturca. 8.000 EuroOLG Hamm, 2021, Az. 9 U 49/02
Sprung­gelenks- und Unter­schenkel­frakturca. 1.000 EuroLG Bochum, 1995, Az. 10 S 41/95

Psychische Verletzungen

BELEIDIGUNG
schwere Gering­schätzung bei öffent­lichen Auf­tritten und im Inter­net10.000 EuroLG Berlin, 2021, Az. 27 O 393/11
rassistische Äußerungenca. 360 EuroAG Schwäb­isch Hall, 1995, Az. 1 C 824/94
Gering­schätzung durch Worte und Gesten (Stinke­finger)100 EuroAG Bremen, 2021, Az. 9 C 306/11
MOBBING
Mobbing durch nicht gerecht­fertigte Aufgaben­entziehung vom Arbeit­geber, Schikane und Degradierung des Arbeit­nehmers53.000 EuroArbG* Leipzig, 2021, Az. 9 Cs 3854/11
Mobbing in 34 Fällen innerhalb eines Jahres mit Beleidigungen, sex­uellen und verbalen An­griffen17.500 EuroArbG Eisen­ach, 2021, Az. 3 Ca 1226/03
Ausgrenzung aus dem Arbeits­prozess durch mehr als 16-monatige Unter­beschäftigung und Degradierung3.000 EuroLAG* Köln, 2021, Az. 5 Sa 890/09
VERGEWALTIGUNG
schwere Vergewaltigung einer schwangeren Schülerin über vier Tage100.000 EuroLG Wupper­tal, 2021, Az. 16 O 95/12
wiederholte Vergewaltigung durch eigenen Stief­vaterca. 30.700 EuroOLG Karls­ruhe, 2021, Az. 7 W 17/01
Vergewaltigung und sex­ueller Miss­brauchca. 5.100 EuroLG Duis­burg, 1988, Az. 9 O 532/87
*Legende:
ArbG = Arbeits­gericht
AG = Amtsgericht
LAG = Landes­arbeits­gericht
LG = Land­gericht
OLG = Ober­landes­gericht